Notruf & Anfragen

Wer sind wir & was machen wir?

Herzlich willkommen
bei der Tierrettung Emsland!

Unser Verein Tierrettung Emsland e.V. wurde 2019 gegründet und besteht derzeit aus 9 aktiven Kopterpiloten sowie ca. 70 passiven Mitgliedern, die sich in der Rehkitzrettung zum Teil als Helfer engagieren. Wir haben es uns schwerpunktmäßig zur Aufgabe gemacht, Rehkitze vor dem qualvollen Mähtod zu retten. Dazu setzen wir Drohnen mit hochauflösenden Sicht- und Wärmebildkameras ein.

Allein in der vergangenen Saison 2021 konnten wir so auf ca. 2500 abgeflogenen Hektar fast 350 Rehkitze und weitere Wildtiere (Hasen und Dachse sowie Fasane und Enten mit Gelegen) vor dem sicheren Tod bewahren.

Doch nicht nur für die Rehkitzrettung, sondern auch für die Rettung entlaufener Tiere setzen wir uns ein, wenn eine drohnenbasierte Suche sinnvoll ist.

Zudem unterstützen wir die Polizei auf Anforderung bei polizeilich angeordneten Personensuchen sowie die Feuerwehr bei der Beurteilung von Schadenslagen und beim Aufspüren von Glutnestern.

Kommt es zu einer Anfrage, sind wir, ausgestattet mit neuester Drohnentechnik, innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit.

Interessierte Landwirte und Jäger sowie Halter, deren Tier entlaufen ist, können hier Kontakt aufnehmen.

Spenden oder Mitmachen

Wir brauchen deine Unterstützung!

Hast du Interesse, unsere Arbeit zu unterstützen? Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden angewiesen. Außerdem freuen wir uns natürlich über jedes neues Mitglied!

Wir suchen dich!

Aufgrund der hohen Nachfrage zur Mähsaison suchen wir dringend weitere Drohnenpiloten für die Regionen Emsland/Ostfriesland/Cloppenburg.

Jetzt Mitglied werden und mitmachen!

So retten wir Rehkitze vor dem sicheren Tod durch Mähmaschinen

Jedes Jahr sterben über 100.000 Rehkitze in Deutschland durch landwirtschaftliche Mähmaschinen. Deshalb werden seit einiger Zeit Drohnen eingesetzt, um die Tiere im hohen Gras frühzeitig zu finden. Mit Erfolg – doch der könnte noch größer sein.

Die Heuernte der Bauern hat begonnen. Große motorisierte Mähmaschinen schneiden sich ihren Weg durch die Wiesen und das hoch gewachsene Gras. Eine Gefahr für Hunderttausende von Wildtieren, insbesondere für Rehkitze.

Die Kitze werden von ihrem Muttertier bevorzugt im hohen Gras abgelegt. Dort bleiben sie dann zusammengekauert und regungslos liegen, der Fluchtinstinkt ist noch nicht ausgebildet. Eine bewährte Strategie gegen Raubtiere; gegen Mähmaschinen ist sie hingegen tödlich. Sie werden übermäht, weil man sie übersieht. Das ist für Bauern nicht nur unschön: Wird ein Rehkitz überfahren, kann das Heu mit Botulinum-Toxinen kontaminiert werden. Wird es dann als Futtermittel für Kühe eingesetzt, kann das für die Tiere tödlich enden.

Bisherige Methoden, die Tiere vor dem grausamen Tod zu retten, waren wenig erfolgversprechend, zeit- und personalintensiv.

Aus diesem Grund werden seit einigen Jahren Drohnen eingesetzt, um die Tiere zu retten.

Mithilfe von Wärmebildkameras, die an den Koptern (Drohnen) befestigt sind, lassen sie sich im hohen Gras sehr genau aufspüren. Viel schneller und effektiver, als dies mit einer herkömmlichen Drohne möglich wäre.  Aufgrund der Infrarotkameras kommen sie bevorzugt vor Sonnenaufgang zum Einsatz, da zu diesem Zeitpunkt die Temperaturunterschiede am größten sind.

Wurde ein Tier gesichtet, wird es auf der Kamera markiert und kann geborgen werden. Dabei ist es äußerst wichtig, die Kitze mit viel Gras in den Händen hochzuheben, damit sie keinen menschlichen Geruch aufnehmen. Sonst würden sie vom Muttertier (Ricke) verstoßen oder von Fressfeinden entdeckt. Die Tiere werden dann in Kartons oder Säcken an den Wiesenrand getragen und umgehend nach den Mäharbeiten an der Fundstelle wieder freigelassen.

Die Rehrettung per Drohne wird dabei häufig nicht von den Landwirten selbst übernommen, sondern in Zusammenarbeit mit Jägern und Vereinen durchgeführt. Sie verfügen über die benötigte Technik, da die Drohnen und insbesondere die Wärmebildkamera recht kostspielig sind.